Stalking – Akute Gefährdung von außen!

Bei einer unrechtmäßigen Nachstellung, dem Stalking, wird eine Person durch eine andere wissentlich und über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgt, ohne dass diese sich der Gefahr bewusst ist. So kann die körperliche und seelische Widerstandskraft der betroffenen Person beschädigt oder gebrochen werden und Ängste werden geschürt. Oftmals wird Stalking von anderen Straftaten wie Verleumdungen, übler Nachrede, Nötigung und Sachbeschädigung begleitet, was es noch schwerer für die Stalkingopfer macht. Im digitalen Stalking kann es soweit gehen, dass die Identität der gestalkten Person gestohlen wird.

Der Stalker, der häufig ein Ex-Partner ist, beraubt sein Opfer seiner Privatsphäre, indem er sie kontinuierlich verfolgt, ständig mit Anrufen belästigt oder versucht, auf digitalen Medien eine Belästigung durchzuführen. Grundsätzlich ist das „Stalking“ eine Reaktion, die entweder dann erfolgt, wenn der Stalker gegenüber dem Opfer positive Gefühle – wie Zuneigung oder Liebe – aber auch negative Gefühle wie Rachsucht bzw. Hass zum Ausdruck bringen will. Die belästigte Person und der Stalker haben fast immer Berührungspunkte, es kommt nur im Einzelfall vor, dass es zwischen beiden Parteien überhaupt keine Berührungspunkte.

Doch wie sollen Opfer reagieren?

Stalking kann jeden treffen – ganz unabhängig von Alter, Beruf und Einkommen, wobei zumeist Frauen vom Stalking betroffen sind. Die Dunkelziffer von Betroffenen liegt allerdings weitaus höher, denn viele Opfer wollen nicht darüber sprechen – sie fühlen sich verfolgt, bedrängt und haben das Gefühl, dass ihr Leben zur Hölle wird. Zum eigenen Schutz sollten Stalking-Opfer die eigene Familie, die Freunde und den Arbeitgeber informieren.

Für Stalking-Opfer gibt es jedoch einige Maßnahmen, die sie einsetzten, können, damit das Stalking ein Ende hat. Stalker verspüren bei ihren Attacken das Gefühl der Macht und Überlegenheit, sodass es sie antreibt, weiter zu machen. Wenn das Opfer jedenfalls zeigt, dass es kein Interesse an der Person des Stalkers hat und nicht auf die Aktionen des Stalkers reagiert – beispielsweise, wenn es das Päckchen des Stalkers nicht angenommen wird – nimmt dem Stalker das Gefühl der Macht und Kontrolle. Da dieser seine Befriedigung nicht finden kann, hört er oftmals relativ zeitnah mit den Terrorisierungen auf.

Beim Cyberstalking wird das Internet als Tatwaffe eingesetzt, indem den Opfern ungewünschte E-Mails zugestellt oder der Account auf den sozialen Medien mit Shitstorms überzogen werden. Möglichkeiten, die helfen, aus dem Sumpf der Beleidigungen und zu seiner seelischen Ruhe zurückzufinden, liegt vor allem darin, nie zu viele und zu intime Dinge über sich in den sozialen Medien zu verraten und alle Passwörter ausreichend zu sichern.

Die Polizei einschalten

Stalking-Opfern empfohlen, sich sofort bei der Polizei zu melden. Besonders bei einer akuten Bedrohung sollten Sie den Notruf 110 wählen, auch wenn es viel Energie kosten, um über den eigenen Schatten zu springen. Dort sind Stalking-Opfer an der richtigen Stelle, um Hilfe zu finden und in ein normales Leben zurückzufinden.

In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, dass sich die Polizei nicht unbedingt als „Freund und Helfer“ entpuppt, sondern eher den Fall schnell vom Tisch haben will. Um Beweise zu sammeln kann auch eine Detektei ausreichend Beweise sammeln.